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VdS Fachgruppe Amateurteleskope / Selbstbau

Auf dieser Seite werden Informationen rund um das Thema Amateurteleskope eingepflegt. Jeder eingesandte Beitrag wird berücksichtigt und mit seiner sachlichen Information aufgenommen. Wir freuen uns von Ihnen jegliche Tipps und Informationen rund um dieses Thema zu bekommen.
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fg-selbstbau(ät)vds-astro.de
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Andreas Berger, Lützowstrasse 180, 42653 Solingen
erfolgen (bitte Rückporto und Rückumschlag beilegen).


Wenn Sie ein besonderes Projekt, einen Umbau, oder die Reparatur eines Teleskops, oder den Bau einer Sternwarte umgesetzt haben und dabei das Gefühl haben dieses auch anderen Interessierten mitzuteilen, dann freuen wir uns sehr, wenn Sie uns einen Bericht zuschicken würden. Wir nehmen sehr gerne solche Berichte entgegen und begleiten Sie dabei. Es ist ein tolles Gefühl, wenn man seinen eigenen Bericht in einer Zeitschrift abgedruckt sehen kann. Es ist gar nicht so schwer wie man es sich vorstellt und macht sogar Spaß.

Viele klare Nächte Ihr Andreas Berger.
Impressum
12.11.2016
zum Bereich: Amateurteleskope   zum Bereich: Selbstbau

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Das erste Teleskop bekommt man geschenkt, oder hat es sich selbst gekauft. Dabei handelt es sich meist um sogenannte "Kaufhausteleskope". Sie sind nicht unbedingt schlecht, sondern haben oft recht gute Optiken. Hapern tut es meist mit dem dabeiliegenden Zubehör und der Mechanik des Teleskops nebst seiner Montierung. Da stellt sich sehr schnell Frustration ein, weil man z.B. vor lauter Gewackel das Bild nicht scharfgestellt bekommt. Auch bei der Positionierung auf ein Himmelsobjekt verschwindet dieses oft aus dem Blickfeld, wenn man das Teleskop loslässt. So lässt sich hier praktisch eine große Liste an Schwächen von solchen Teleskopen zusammenstellen. Doch will man oft nicht gleich am Anfang kostenmäßig verausgaben um für sich selbst herauszufinden, ob einen das Hobby liegt oder nicht. 
Auch die Begrifflichkeiten wie: Okular, Objektiv, Montierung, Zenit, Poljustage etc. verwirren einen oft, wenn man sich dem das erste mal gegenüber sieht. So werden hier erst mal die wichtigsten Begriffe erläutert:
Objektiv Bei Linsenteleskopen sitzt das Objektiv vorne am Teleskoprohr und bildet die hauptoptische Komponente eines Teleskops. Bei Spiegelteleskopen sitz dieses i.d.R. innen hinten im Teleskoprohr und besteht aus einem nach innen gewölbten und damit vergrößerndem Spiegel. Der optisch wirksame Durchmesser eine Objektivs/Spiegels wird Öffnung genannt.
Die Blende "f" bzw. das Öffnungsverhältnis wird aus der brennweite und der Öffnung eines Teleskops berechnet, wie folgt:

Brennweite : Öffnung = "f"

Beispiel:  900mm : 90mm = f10

Mit zunehmender "f"-Zahl verringert sich die Lichtstärke eines Teleskops, was aber kein Nachteil, sondern in manchen Fällen ein Vorteil ist. Der Trend geht im Moment dahin die "f"-Zahl niedrig zu halten, um in dem Falle die Belichtungszeiten in der Astrofotografie möglichst kurz zu halten. Wer hier mehr erfahren möchte kann sich hierzu gerne in der Fachgruppe "Astrofotografie" informieren.
Okular Das Okular sitzt bei Spiegelteleskopen i.d.R. hinten am Teleskoprohr und macht es möglich, das wir ein vergrößertes Bild sehen können. Bei Spiegelteleskopen kann es an verschiedenen Stellen sitzen, je nach Bauart. Das Okular beeinflusst zudem mittels seiner Brennweite die Vergrößerung.

Brennweite Objektiv : Brennweite Okular = Vergrößerung  

Beispiel: 900mm : 20mm = 45 fache Vergrößerung

Demnach vergrößern kurzbrennweitige Okulare die Vergrößerung und umgekehrt.

Das Okular wird in den Okularauszug gesteckt. Hier haben sich zwei Größen am meisten verbreitet: den 1 1/4 " bzw. 1,25" (Zoll) und der 2" Auszug. Die Durchmesser in mm sind entsprechend für den 1,25" = 31,75mm und für den 2" = 50,8mm. es gibt noch veraltete kleinere Abmaße und  auch größere, für den Amateurbereich, bis 4" große. Letztere werden i.d.R. in der Astrofotografie eingesetzt
Montierung Die Montierung ist der mechanische Teile eines Teleskops, der das Teleskop sicher hält und beweglich macht und sitzt deswegen meist unterhalb, bzw. neben dem Teleskop angebracht. Durchgesetzt haben sich zwei Montierungsformen: die einfach zu handhabende Gabelmontierung und die parallaktische (Deutsche) Montierung. Beide haben ihre Vor- und Nachteile. Ein Einsteiger, der selbst schnell etwas am Himmel finden möchte, wird mit einer Gabelmontierung sicherlich besser zurechtkommen, da eine parallaktische durch ihre schräg sitzende Achse eher Probleme bereitet. Wer nicht ständig von Hand die Drehbewegung der Erde in beiden Achsen ausgleichen möchte und das lieber bequem von nur einer Achse aus machen möchte, ist mit einer parallaktischen besser bedient. Zur Montierung kann man nach wie vor sagen, je schwerer und stabiler, desto besser. Es sollte nach alter Regel bestmöglich mehr Geld in eine Montierung investiert werden als in das Teleskop. Denn es nützt einem nichts, wenn man wegen der Wackelei einer schwachen Montierung nichts vernünftig scharfgestellt bekommt und das Objekt nicht zentriert werden kann. Eine sehr verbreitete Form von Montierungen ist die sogenannte Dobsonmontierung, die aber im eigentlichen Sinne nichts anderes ist als eine Gabelmontierung. Diese besteht meist allerdings aus einen drehbaren Holzbox.